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Kaninchen - Alles was du über Kaninchen wissen musst! 11.04.2018 13:03


Kaninchen haben eine Reihe spezifischer Bedürfnisse, die du in jedem Fall kennen solltest, damit deine Tiere gesund und munter bleiben und sich bei dir wohl fühlen. Hier in diesem Blog erfährst du alles was du über die artgerechte Kaninchenhaltung schon immer wissen wolltest.


Haltung

Ernährung

Pflege

Gesundheit

Checkliste


Keine Einzelhaltung

Da Kaninchen sehr gesellige Tiere sind, die in der freien Natur in Gruppen leben, ist es unbedingt notwendig, zwei (oder noch besser mehrere) Tiere anzuschaffen. Ein einzelnes Tier fühlt sich einsam und wird krank . Auch ein Meerschweinchen kann den Sozialkontakt
zu Artgenossen nicht ersetzen ! Am besten vertragen sich in der Regel weibliche Tiere, die aus dem selben Wurf stammen. Da es trotzdem zu Unverträglichkeiten kommen kann, musst du die Tiere am Anfang ganz genau beobachten. Männliche Tiere müssen unbedingt kastriert
werden, einerseits um Rangkämpfe zu vermeiden und andererseits um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. 

Achtung: Die Geschlechtsreife kann bei kleinen Rassen bereits ab der 10. Lebenswoche eintreten!

Der Käfig: Größe - Standort - Ausstattung

Platzangebot:

Kaninchen sind sehr aktive und bewegungsfreudige Tiere, die ausreichend Platz benötigen, um sich wohl zu fühlen. Der Hasenstall muss daher so groß wie möglich sein. Für zwei Zwergkaninchen (das sind Tiere, die in ausgewachsenem Zustand nicht mehr als
ca. 2 kg erreichen) sollte nach Möglichkeit der größte im Handel erhältliche Kleintierkäfigl-stall gewählt werden. Als Alternative besteht auch die Möglichkeit einen zweistöckigen Käfig, bei dem die Stockwerke mit einer Rampe verbunden sind, zu
verwenden. Im Handel werden auch Freigehege für drinnen und draußen angeboten, die du an die geöffnete Käfig- bzw. Stalltüre anstellst. Größeren Tieren muss entsprechend mehr
Platz angeboten werden. Der Käfig/Hasenstall muss in jedem Fall so hoch sein, dass die Tiere sich aufrichten ("Männchen machen") und erhöhte Liegenächen nutzen können.

Käfigausstattung

Platz ist aber nicht alles! Kaninchen brauchen eine abwechslungsreiche Käfiglandschaft mit Rückzugsmöglichkeiten (Häuschen) und erhöhten Liegeflächen, auf welchen die Tiere gerne ausgestreckt ruhen. Zusätzlich sollten weitere Versteckmöglichkeiten
(z.B. Weidebrücken) angeboten werden, welche die Tiere auch erkunden und benagen können. Deine Kaninchen mögen viel Einstreu, damit sie zumindest ansatzweise graben können. Als Einstreumaterial eignen sich Strohpellets, Maiskolbengranulat oder Hobelspäne. Verwende niemals Katzenstreu! Eine Raufe schützt das Futterheu vor Feuchtigkeit und Nässe.

Käfigstandort:

Kaninchen mögen es hell und luftig, vertragen aber keine Hitze. Der Käfig darf deshalb nicht in der prallen Sonne oder in unmittelbarer Nähe eines Heizkörpers aufgestellt werden. Die Wohlfühltemperatur liegt bei 15 bis 22 Grad. Aufsteigende Kälte und Zugluft sind schädlich und können deine Kaninchen krank machen. Außerdem sind Kaninchen als typische
Fluchttiere schreckhaft und neigen zu Panikreaktionen, wenn jemand sich von oben über den Käfig beugt. Der Käfig sollte daher in einer Mindesthöhe von 60 cm aufgestellt werden. Obwohl Kaninchen gesellige Tiere sind und sehr zahm werden können, bedeuten Unruhe in
Käfignähe (z.B. vorbeigehende Menschen) und Lärm für die Tiere Stress. Der Käfig sollte daher an einer ruhigen Stelle stehen; in der Nähe des Käfigs dürfen sich keine Lärmquellen (z.B. Hi-Fi-Anlagen, Fernsehgeräte oder lärmen de Haustiere) befinden.

Auslauf außerhalb des Käfigs

Wohnung 

Deine Kaninchen spllten möglichst oft die Möglichkeit haben, sich außerhalb des Käfigs frei zu bewegen. Da auch in der Wohnung viele Gefahren lauern ( z.B Stromkabel, zuschlagende Türen, andere Hasutiere), solltest du die Tiere dabei aber auf jeden Fall beobachten und darauf achten, dass sie sich nicht verletzen.

Sommerfrische im Garten:

Wenn du die Gelegenheit hast, deinen Kaninchen Auslauf im Garten bieten zu können, dann solltest du ihnen die Freude machen. In einem Freigehege fühlen sich deine Kaninchen am wohlsten! Sie können dort nach Herzenslust am frischen Grün knabbern und herumtoben.
Die Bewegung an der frischen Luft stärkt außerdem das Immunsystem und die Tiere bekommen ein schöneres Fell. Da Kaninchen gerne und gut graben, muss das Hasengehege fest im Boden verankert und gegen das Ausbrechen der Tiere gesichert sein ( siehe Ausbruchsperre). Im Handel können Sie Freilaufgehege mit integriertem Ausgrabschutz erhalten. Ebenfalls sollte das Gehege im Halbschatten eines Baumes platziert werden. Ein passendes Netz oder Gitter stellt sicher, dass deine kleinen Lieblinge vor ungebetenen Gästen, wie z.B. Hunden, Katzen, Mardern oder Raubvögeln, geschützt sind. Vergiss nicht, deinen Kaninchen auch in ihrer Sommerresidenz ein Häuschen zum Verstecken, genügend frisches Wasser und ausreichend Heu bereit zu stellen 

Hinweis: Kaninchen können grundsätzlich auch das ganze Jahr in einem Freigehege gehalten werden. In diesem Fall müssen jedoch vor allem im Hinblick auf den Witterungsschutz eine Reihe von Anforderungen beachtet werden, die in diesem Blog leider nicht behandelt werden können. Sollen deine Kaninchen ganzjähng in einem Freigehege untergebracht werden, so konsultiere auf jeden Fall, Fachliteratur und hole dir den Rat von erfahrenen Kaninchenhaltern ein.

Ernährung

Kaninchen sind Pflanzenfresser und auf die Auswertung von rohfaserreicher Nahrung spezialisiert. Sie müssen deshalb täglich frisches Heu, Grünfutter (z.B. Löwenzahn, Kräuter) sowie frisches Obst und Gemüse (z.B. Fenchel, Salat, Karotten, Äpfel) erhalten, um ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt zu sein. Zusätzlich kann handelsübliches Fertigfutter angeboten werden (maximal 1 Esslöffel pro Tier und Tag). Kaninchen gehören zwar nicht zu den Nagetieren, doch wachsen ihre Schneidezähne das ganze Leben lang nach; sie benötigen daher ständig ausreichendes Nagematerial, damit die Zähne auf natürliche Art
abgenützt werden. Besonders geeignet sind ungespritzte Zweige von Obstbäumen oder Knabberhölzchen aus dem Fachhandel. Gesundes Nagerfutter aus Österreich findest du in unserem Nager-Shop

Das gepflegte Kaninchen

Fellpflege:

Kaninchen pflegen ihr Fell selbst durch regelmäßiges und ausgiebiges Lecken. Während des Fellwechsels, der sich bei Kaninchen, die in der Wohnung gehalten werden, über mehrere Monate hinziehen kann, solltest du deine vierbeinigen Freunde mit den geeigneten Pflegeartikel für Hasen unterstützen. Durch die Massage der Fellbürste wird die Haut besser durchblutet und die neuen Haare können schneller nachwachsen.

- Für kurzes Fell verwendest du am besten eine weiche Naturhaarbürste oder einen Fellpflegehandschuh.
- Das Fell langhaariger Angoramischlinge neigt zum Verfilzen und sollle daher täglich mit einer Softzupfbürste durchgekämmt werden.

Achtung: Kaninchen dürfen niemlas geduscht oder gebadet werden! Hebe die Kaninchen immer mit beiden Händen hoch, indem du sie an der Nackenflate festhältst und gleichzeitig unten anhebst.

Zahnkontrolle:

Bei angeborener Zahnfehlstellung muss der Tierarzt die Zähne regelmäßig kürzen. Wenn die Zähne zu lang sind, kann das Kaninchen keine Nahrung mehr aufnehmen und verhungert vor dem vollen Futternapf.

Krallen schneiden:

Die Krallen wachsen, ebenso wie die Zähne. ständig nach. Mit Hilfe einer Krallenschere kannst du zu lange Krallen kürzen. Die notwendigen Handgriffe solltest du dir unbedingt von einer fachkundigen Person zeigen lassen.

Achtung: Innerhalb der Krallen verlaufen Blulgefäße und Nervenenden, die nicht verletzt werden dürfen!

Reinigung von Käfig und Zubehör

Kaninchen sind sehr reinliche Tiere und fühlen sich daher nur in einem gepflegten Zuhause wohl! Übelriechende, feuchte Einstreu und schmutzige Tränken können außerdem zu Erkrankungen führen. Scharfe Reinigungsmittel stören nicht nur den empfindlichen
Geruchssinn der Kaninchen, sondern können auch Haut und Schleimhäute der Tiere verätzen. Deshalb sollten zur Säuberung nur Wasser oder geeignete Käfigreinigungsmittel verwendet werden.

Gesundheitscheck

Dein Kaninchen ist gesund wenn:


- die Augen blank, ohne Ausfluss und nicht entzündet sind
- das Näschen trocken ist und das Tier nicht niest
- das Fell glänzt und sauber ist  und nach frischem Heu oder Stroh riecht
- der Po sauber und nicht verklebt ist
- die Krallen und Zähne nicht zu lang sind
- am Körper keine Beulen, Schwellungen oder Verkrustungen zu sehen oder zu fühlen sind
- dein Freund munter und aufmerksam ist und einen guten Appetit hat.

Du musst sie daher genau beobachten, damit du Veränderungen rechtzeitig bemerkst. Ändert ein Kaninchen sein Verhalten ( zeigt z.B. mangelnden Appetit oder Bewegungsunlust) oder weist es Krankheitssymptome  ( z.B. Verdauungsstörungen ) auf, so solltest du unbedingt so rasch wie möglich einen Tierarzt zu Rate ziehen.

Bei Rassen mit Hängeohren sollte besonders darauf geachtet werden, dass der äußere Gehörgang nicht entzündet ist . Kaninchen sind sehr stille und geduldige Patienten.

Einkaufsliste:

- ausreichend großer Käfig/Hasenstall (wie beschrieben)
- Häuschen
- Wassertränke
- Heuraufe mit Abdeckung
- Schwerer Futternapf (Keramik)
- Ecktoilette
- Futterball
- Möhrenhalter
- Fruchtspieß
- Pflegeset (Bürste, Zupfbürste, Krallenschere)
- Heu und Stroh (kein Katzenstreu)
- Zwergkaninchenfutter
- Nagerdrops mit Vitamin C
- Salz- bzw Mineralleckstein
- Fachlektüre über Kaninchen
 


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